Geschrieben von Gerold Knisel

Bad Liebenzell. Im Vorfeld sah es nicht gut aus für die Langstreckler der LAV Tübingen. Asse wie Lorenz Baum, Christoph Dreser sowie die beiden schnellsten Senioren Matthias Koch und Werner Bauknecht konnten verletzungs- oder Urlaubsbedingt nicht mitmachen bei der 10 Kilometer Meisterschaft im Kurstädtchen an der Nagold. So reiste die 14-köpfige Gruppe hochmotiviert, aber dennoch mit gedämpften Erwartungen in den Schwarzwald. Dort präsentierte sich eine gut vorbereitete Organisation und eine nahezu perfekt ebene Strecke bei gutem Wetter. Zunächst gingen die 255 Jungen (Aktive und Altersklassen bis M45) auf die Strecke. Mit von der Partie waren Peter Obenauer (31:05 Minuten, 29.), Björn Browatzki (32:45, 85.), sowie die drei M40er Peter Kwiatkowski (37:06), Walter Ehrlichmann (38:09) und Lars Riethmüller (38:14) auf die Strecke. Deutscher Meister wurde erstmals Amanal Petros (SV Brackwede) in 29:02. Dabei rannte er sogar zunächst an der Zielgasse vorbei, rettete aber seinen knappen Einsekundenvorsprung vor Simon Boch aus Regensburg ins Ziel. Mit von der Partie auch Siegfried Fröhlich (40:17) und Norbert Wolff (40:09) vom TSV Kiebingen, die sich in der M45 achtbar schlugen. Das LAV Seniorentrio der M40 belegte am Ende den 5. Platz. Vom TSV Hirschau finishte Sebastian Groteloh in 34:37 als 12. der M40.
Im zweiten Lauf starteten die Altersklassen M50 und älter sowie 205 Frauen. Gute Chancen rechneten sich die Unistädter in der M60 aus, obwohl ihr stärkster Läufer Werner Bauknecht fehlte. Mit Joachim Stuhlinger, Gerold Knisel und Klaus Mezger waren dennoch drei sehr erfahrene und vielfach dekorierte Senioren am Start, die auch ihre derzeit gute Form unter Beweis stellen wollten. Stuhlinger gelang es sogar, seine im Vorjahr an gleicher Stelle auf der Halbmarathonstrecke erzielte DM-Bronzemedaille in der Einzelwertung zu bestätigen. Mit 38:24 (3. M60) finishte er im schmucken Kurpark und wartete nur ganz kurz, ehe er seine beiden Mitstreiter Gerold Knisel (39:51, 10. M60) und Klaus Mezger (40:51, 15. M60) lächelnd in Empfang nehmen konnte. Nach kurzer Wartezeit auf die Ergebnisse war es klar. Die drei Tübinger hatten mal wieder Gold bei einer DM im Team gewonnen.

Auch das Seniorinnen Team schlug sich wacker. In der Baden-Württemberg Wertung gelang sogar Gold im W50-Team, auf Deutscher Ebene (Team Platz 5) hingen die Trauben doch noch zu hoch. Renate Fischer wurde Bawü-Dritte in der W55 (46:29), Ute Groh gelang hier sogar der Zweite Platz in der W60 (50:36), Christa Bewersdorff wurde sechste in der W50. Sie hatte allerdings noch den Ironman vor zwei Wochen in Regensburg in den Beinen gespürt. Dieter Schneider (LG Steinlach-Zollern) erreichte als 20. der M60 in 41:23 das Ziel. Das Kiebinger M50 Trio finishte als Gesamtfünfte in der Teamwertung in der Besetzung Rupert Kienzle (41:42), Michael Hartmann (42:45) und Volker Mayer (43:33). Aus Tübingen blieb bei der M50 nur Harald Stiehle übrig. Er finishte in 45:19. Waldemar Schleicher und Mathias Allgäuer mussten kurzfristig passen. Der Tübinger Walter Johnen (für den VFL Ostelsheim startend) schaffte in 44:37 Minuten einen dritten Platz in der M70. Vom LV Pliezhausen rechneten sich Hannah Arndt (36:29), Friederike Kallenberg (37:26) und Katrin Wallner (38:11) eine Topplatzierung aus. Als 10. in der Frauen Teamwertung zeigten sie eine starke Leistung. 

Frauensiegerin wurde nach sechswöchiger Zwangspause wegen Verletzung überraschend Sabrina Mockenhaupt (33:38), die eigentlich nur ihr Hamburger Haspa-Team unterstützen wollte. Nach drei von vier Runden blieben nur noch drei Frauen an der Spitze übrig, Mocki holte ihren 45. DM Titel und strahlte im Ziel. Anna Hahner und Corinna Harrer komplettierten das Podium.



Mocki: "Tübingen habe ich in toller Erinnerung"
Am Rande der Siegerehrung sprach Nikolauslaufleiter Gerold Knisel, der vor Ort viel Werbung für die Tübinger Kultveranstaltung des Post-SV im Dezember machte mit der gebürtigen Siegerländerin mit Wohnsitz in Metzingen über ihre Zukunftspläne. Da passte es gut, das just in dem Moment Isabell Baumann telefonisch sie für den Stadtlauf in zwei Wochen einlud. Mocki sagte spontan zu. Und freute sich, da sie Tübingen seit ihrem Sieg beim Nikolauslauf in toller Erinnerung hatte. Auch einen Start beim Nikolauslauf am 3.12. schloss sie nicht aus. Wenngleich sie einen internationalen Marathon ganz früh im neuen Jahr plane und ihr Training darauf abstimme.

Bilderbogen Gerold Knisel: https://goo.gl/photos/fsahV8mNdnzDWuBP8

Ergebnisse

Video Frauen

Video Männer