Geschrieben von Uli Böckle

(Ötigheim) Angenehme Temperaturen und gut präparierte Waldwege im Badischen Ötigheim, südlich von Karlsruhe gelegen, auf einer komplett flachen Strecke mit Zieleinlauf auf der dortigen Stadion-Rundbahn ließen schon vor Wettkampfbeginn schnelle Rennen erwarten. Entsprechend hoch war auch die Nervosität des kleine vierköpfigen Tübinger Aufgebots.
Einen guten Rhythmus zu finden und sich von Anfang an auf hohe Geschwindigkeiten einzustellen war also angesagt. Dies wurde von allen bravourös gelöst, was die guten Ergebnisse - niemand musste ohne eine Topp 3-Platzierung nach Hause fahren - auch zeigten.

Mit dabei und in der Klasse U16 am Start waren Ben Schlichter, Tom Rinderknecht und Marius Knisel.
Die drei zeigten im gemeinsamen ca. 2,8 km langen Rennen der M14 und M15-Altersklassen über die komplett flache Strecke ein mutiges Rennen, in dem sie nur um Haaresbreite den Mannschaftstitel verfehlten. Eine Sekunde fehlte ihnen am Ende zur Landesmeisterschaft. Hier hatte das Dreierteam des LAZ Ludwigsburg, welches mit Kurt Lauer auch den Gesamtsieger stellte, denkbar knapp die Nase vorne.

Ben Schlichter konnte sich über den kompletten Rennverlauf immer in der Spitzengruppe halten und musste erst im Schlussspurt im Stadion etwas abreißen lassen. Der fünfte Gesamtplatz und die Bronzemedaille in der M14 waren schlussendlich der Lohn für seine mutige Renngestaltung. Auch Tom Rinderknecht und Marius Knisel liefen, die Mannschaftswertung im Hinterkopf, stets mit Zug nach vorne und konnten sich nicht weit hinter Ben Schlichter auf Platz acht und zehn in der Gesamtwertung platzieren. Marius Knisel kam damit auf Platz vier in der M15, Tom Rinderknecht landete in der M14-Wertung auf dem fünften Platz.

Direkt im Anschlussrennen der gemeinsam laufenden weiblichen U18 und U20 startete Jule Vetter als Einzelkämpferin, nachdem die begründete Hoffnung auf eine Mannschaftsmedaille in der Klasse U18 durch den verletzungsbedingten Ausfall von Janina Ruf und Madeleine Helber begraben werden musste.
Durch einen druckvollen Start übernahm Jule Vetter gleich zu Beginn die Führung und ging damit den gefährlichen Start-Stolperern aus dem Weg. Auch sie verlor erst in der Schlussphase den Kontakt zur Spitze, konnte aber ihren trotz Allem erfreulichen zweiten Platz in der U18-Wertung erfolgreich nach hinten absichern.

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