Karlsruhe. Der mehrfache Deutsche Meister Arne Gabius hat bei den nationalen Hallenmeisterschaften seinen Titel über 3000 Meter nicht verteidigt.
Gabius probierte in Karlsruhe eine neue Strategie aus. Zwei Mal verschärfte er das Tempo, zwei Mal ließ er das Feld wieder herankommen. Als Christoph Lohse (Wattenscheid) kurz vor Schluss das Tempo dann aber zum dritten Mal hochschraubte, hatte Gabius seine Reserven aufgebraucht. Lediglich 1500-Meter-Spezialist Carsten Schlagen blieb an Lohse dran und zog auf den letzten Metern noch vorbei. 8:01,18 Minuten für Schlagen, 8:01,22 für Lohse, 8:05,95 für Filmon Ghirmai, bester LAV-Athlet auf Rang fünf, dann Gabius auf Platz sieben in 8:11,74 Minuten.
Weitspringer Peter Rapp ließ einer verhaltenen Vorbereitung (Verletzung, Studium) einen ebenso verhaltenen Wettkampf folgen. Mit 7,22 Metern verpasste er als 13. das Finale.
Kerstin Marxen hatte sich am Samstag als Siebtschnellste für das 800-Meter-Finale qualifiziert. Anscheinend hatte sie sich noch ein wenig Kraft aufgespart, im Finale am Sonntag lief sie nämlich mutig mit. Eine Runde vor Schluss war sie Dritte, den Schlussspurt beendete sie als Fünfte in neuer Saisonbestzeit von 2:07,20 Minuten.
LAV-Dreispringer Andreas Lechner war derweil erst gar nicht nach Karlsruhe gereist, er hatte sich die Adukktoren gezerrt, so war an Dreisprung nicht zu denken.
Bester heimischer Starter des Wochenendes war übrigens ein Teilzeit-Tübinger: Der ehemalige LAV-Sprinter Marius Broening (jetzt München) spurtete die 60 Meter in 6.73 Sekunden so schnell wie noch nie in dieser Saison, wurde Dritter hinter Vereinskamerad Tobias Unger (6.66). Zwei Finalisten standen da wegen Fehlstarts übrigens schon neben der Laufstrecke, mit Alexander Kosenkow wurde ein Dritter nachträglich disqualifiziert.
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