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Spätsommerliche Gefühle

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Eva BaurSchwäbisch Gmünd. Mit fünf Medaillen bei den Süddeutschen Meisterschaften übertrafen die Leichtathleten der LAV Asics Tübingen ihre eigenen Erwartungen.

Nicht nur meteorologisch hat der Spätsommer am Wochenende Einzug gehalten, auch die Leichtathleten befinden sich mittlerweile im Spätsommer ihrer Saison. Wetter und Athleten haben sich bei der Vergabe der Süddeutschen Meistertitel in Schwäbisch Gmünd dann auch treffend ergänzt. Die Tübinger Starter erwärmten die Gemüter der Trainer gleich mehrfach, allerdings nicht mit Sonne und hohen Temperaturen, sondern anhand von Plaketten in Silber und Bronze.

Siebenkämpferin Eva Baur, eigentlich noch zu jung für die Starterfelder der Aktiven (ab 23 Jahre), staubte bei der älteren Konkurrenz zwei Plaketten ab. Über die 200 Meter waren nur Anja Bork (Gomaringen, Zweite in 24,43 Sekunden) und Tamara Seer (Erste, 24,07 Sekunden) schneller. Baur stellte mit 24,69 Sekunden eine neue Bestmarke auf und wurde etwas überraschend mit Bronze entlohnt. Im 100-Meter-Hürdenfinale kam Baur nach mäßigem Start noch in Fahrt, gewann in 14,11 Sekunden Silber. Nur im Weitsprung wollte es mit 5,39 Metern nicht so recht klappen. Baur hatte sich unmittelbar vor dem Wettkampf für den Hürden-Endlauf qualifiziert und notgedrungen das Einspringen geschwänzt.

Während die Podestplätze von Dominik Notz (Silber über die 1500 Meter der männlichen Jugend B in 4:09,24 Minuten) und Gunnar Erz (Silber über die 3000 Meter Hindernis der Männer in 9:32,59) durchaus auf der LAV-Wunschliste gestanden hatten, überraschte die B-Jugendliche Verena Tobis mit einer weiteren Medaille im Kugelstoßring. Im vierten Versuch steigerte Tobis den Kreisrekord auf 12,23 Meter. Die viertplatzierte Athletin kroch noch bis auf zehn Zentimeter heran, dabei blieb es aber auch. Im Diskuswurf machte Tobis dann Jagd auf den Bronzerang, mit sehr guten 39,63 Metern im letzten Versuch geriet der Angriff aber um zwei Meter zu kurz. Bruder Daniel warf den zwei Kilo schweren Männerdiskus nach einem von Krankheiten geprägten Frühjahr erstmals weiter als 50 Meter (50,85 Meter), was zwar für eine neue Kreisbestmarke reichte, nicht aber für das Podium – Tobis wurde guter Vierter. Einen weiteren vierten Platz erlief Otto Peetz, der im 1500-Meter-Finale der Männer in flotten 3:57,64 Minuten erstmals die Vier-Minuten-Marke unterbot.

Die restlichen Ergebnisse: Männer, 100 Meter, Vorlauf: Benjamin Bartel, 11,26 Sekunden; Frauen, 100 Meter Hürden, Vorlauf: Maren Kibele, 15,34 Sekunden; weibliche Jugend B, 100 Meter, Vorlauf: Ramona Pitan, 12,95 Sekunden, Edda Kuhlemann, 13,05 Sekunden; 100 Meter Hürden, Vorlauf: Pitan, 15,30 Sekunden; 5000 Meter: 6. Franziska Pfeifer, 18:46,82 Minuten; Weitsprung: 5. Ramona Pitan, 5,43 Meter, 8. Edda Kuhlemann, 5,26 Meter; Speerwurf: 8. Kuhlemann, 33,92 Meter, 10. Pitan, 29,78.

Aktualisiert ( 23. 08 2010 )