Geschrieben von Gerold Knisel

Berlin. Im Windschatten des neuen kenianischen Marathon-Weltrekordlers Kimetto (2:02:57 Stunden) liefen vier LAV Langstreckler ebenfalls ganz flott auf der schnellen Strecke bei Idealbedingungen in der Bundeshauptstadt.

Allen voran Heike Volkert, die ihr erneutes Vorhaben, neue persönliche Bestzeit (PB, 2:54:41) zu laufen nicht ganz umsetzen konnte. Im Frühjahr in Bonn lief sie bereits 2:54:50, jetzt fehlten ihr in Berlin 55 Sekunden.

„Ich habe mich auf den ersten Kilometern von der Spitze anstecken lassen und bin etwas zu schnell losgelaufen. Diese Energie fehlte mir dann im Finish“. Volkerts Zeit von 2:55:36 Stunden kann sich dennoch sehen lassen. Sie ist damit nach wie vor in den Top-20 der deutschen Bestenliste. Als Gesamt 30. und viertbeste Deutsche lag sie bei ihrem fünften Start in Berlin knapp 10 Minuten vor den Vereinskollegen Johannes Mayer und Lars Riethmüller, die eine Zeit von 3:05:16 erreichten und gemeinsam über die Ziellinie liefen. Mayer, bereits zum 15. Mal in Berlin am Start, ging gesundheitlich etwas gehandicapt ins Rennen und musste sein ursprüngliches Zeitziel (2:48) relativ schnell aufgeben. Riethmüller lief bis 42 Kilometer wie ein Uhrwerk, musste aber 200 Meter vor dem Ziel am Brandenburger Tor wegen Krämpfen stehenbleiben und mit der begleitenden Hilfe vom auflaufenden Mayer schaffte er es dennoch gehend ins Ziel. Lukas Graf finishte in 3:12:47 Stunden.