Geschrieben von Alexander Mühlbach
Quelle: Silke Euchner

Bei der Kugelstoß Gala in Gammertingen konnte Rene Stauß alle seine Ziele erfüllen. Dreimal blieb der Zehnkämpfer über der 14 Meter Marke - und wäre beinahe noch an seine persönliche Bestleistung herangekommen.

Als Rene Stauß am Samstag auf dem Sportplatz stand und den Medizinball durch die Gegend warf, fehlte ihm noch etwas die Zuversicht für die Kugelstoß Gala in Gammertingen. "Ich muss es erstmal schaffen die Kugel weit zu stoßen", sagte Stauß. Bislang hatte er nur an der Technik gearbeitet und die Kugel gegen die Wand geworfen. "Ich hab keine Ahnung wie es dann läuft, wenn ich in einer riesigen Halle stehe."

Es lief.

Stauß wurde zwar nur siebter in einem national hochkarätigen Feld, brachte die Kugel aber 14,61 Meter weit. Damit fehlten ihm so früh in der Hallensaison nur 18 Zentimeter zur persönlichen Bestleistung. "Ich konnte einige Technikelemente aus dem Wurftraining schon umsetzen", sagte Stauß. Rund 200 Zuschauer feuerten den Zehnkämpfer so lautstark an, dass er bei der Hälfte seiner sechs Versuche über die 14 Meter Marke kam. Damit kann Stauß "sehr zufrieden" sein.

Mit der Entscheidung um den Tagessieg hatte der 27-Jährige dennoch nichts zu tun. Denn die deutsche Kugelstoßelite drehte auch ohne den nicht angetretenen Europameister David Storl richtig auf. Der Sindelfinger Tobias Dahm kam auf recht ordentliche 19,36 Meter. Nachwuchstalent Dennis Lewke (SC Neubrandenburg) knackte mit 19,01-Metern zum ersten Mal überhaupt die 19 Meter Marke. Beide mussten aber am Ende dem rumänischen Meister Abdrej Gag mit 19,94 Metern den Gesamtsieg überlassen.