Geschrieben von Alexander Mühlbach

Bei den deutschen Meisterschaften war natürlich noch viel mehr los, als nur Jackie Baumanns Deutscher Meistertitel. Wie die restlichen Athleten sich in Kassel geschlagen haben und was sonst noch so diese Woche los war erfahren Sie - wie immer - in den LAV Top 5.

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Jackie Baumann verteidigt bei den deutschen Meisterschaften in Kassel ihren Titel über 400-Meter-Hürden. Obwohl sie mit gerade einmal 20 Jahren plötzlich in der Favoritenrolle ist und von ihr erwartet wird, dass sie gerade einmal bei ihren zweiten deutschen Meisterschaften den Titel holt. Wie hat sie das angestellt? Die Antworten dazu gibt es hier.

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Es ist schon etwas besonders, wenn Elina Sterzing über einen Wettkampf sagt, dass er „super“ war und „Spaß gemacht“ hat. Nur selten ist die Dreispringerin mit ihren Resultaten zufrieden. Über den vierten Platz in 13,33 Metern bei den deutschen Meisterschaften freute sich Sterzing aber besonders. Gerade, weil es die beste Platzierung ist, die sie jemals bei den deutschen Meisterschaften im Freien erreicht hatte. „Ich wäre natürlich noch gerne weitergesprungen, aber das war heute irgendwie nicht drin“, sagte Sterzing. „Also ist das in Ordnung. Ich hoffe, dass ich diese Saison noch etwas weiter springe.“ Aber erstmal, erklärte Sterzing, freut sie sich über ihre Platzierung.

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Als Hanna Gröber das Stadion in Kassel betrat, wollte sie am liebsten im Wassergraben versinken. Die 19 Jahre alte 3000-Meter-Hindernisläuferin war durchaus nervös vor ihrem ersten Start bei den deutschen Meisterschaften. Diesem Erlebnis vor tausenden Zuschauer zu laufen und in einem Rennen mit Welt- und Europameisterschaftsteilnehmerinnen zu sein. Auch deswegen hatte sie vor dem Lauf gesagt: „Hauptsache nicht letzte werden.“ Aber als der Startschuss fiel, war plötzlich alles wie vergessen. Gröber rannte selbstbewusst, ließ sich nicht durch die schnelleren Läuferinnen irritieren – und lief letztendlich mit einer neuen Bestzeit von 10:56,99 Minuten auf Platz 14. „Ich war echt k.o. im Ziel“, sagte Gröber. „Aber auch total glücklich: mit der Zeit, mit dem ganzen Tag.“

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Es waren keine einfachen Wochen für Moritz Riekert. Der Sprinter war noch nie gut in die Saison gestartet, hatte seine Bestleistungen über 100 (10,49 Sekunden) und 200 Meter (21,49 Sekunden) von Woche zu Woche verbessert und war auf dem besten Wege sich unter den deutschen Top-Sprintern zu etablieren – bis er im Training stürzte. Danach lief es plötzlich nicht mehr ganz so rund für Riekert, über 100 Meter kam er nicht mehr unter 10,6 Sekunden. Bei den deutschen Meisterschaften folgte nun ein weiterer Tiefschlag: in 10,76 Sekunden verpasste Riekert den 100-Meter-Zwischenlauf um eine hundertstel Sekunde.

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Beim Abendsportfest in Riederich stellte Mehrkämpfer Nils Merten unter der Woche in 22,34 Sekunden eine neue Bestzeit über 200 Meter auf. Auch die beiden Mittelstreckler Jan Hoffmann und Robert Baumann konnten mit ihren 800-Meter Zeiten von 1:56,08 Minuten und 1:56,54 Minuten zufrieden sein. Die weiteren Ergebnisse finden Sie hier.