Geschrieben von Hanna Gröber

Die lange Anreise am Vortag und das Warten auf den Wettkampf am Sonntag hat sich für die vier LAV- Athleten, die sich am Wochenende auf den Weg nach Leverkusen gemacht hatten, wirklich gelohnt. Ohne große Erwartungen und ohne Meldezeit war die Langstrecken-Staffel der LAV Tübingen ins Rennen gegangen. Erst nachdem die letzten Stellplatzkarten abgegeben waren, war laut Yannick Markhof, der als Startläufer ins Rennen ging, klar, dass es ein offenes Rennen hinter dem späteren Sieger LC Rehlingen geben würden. „Wir wussten also, dass es, wenn jeder einen guten Tag erwischt und in seinem Rennen alles herausholt, eine einmalige Chance auf Edelmetall gibt. Und das hat ja zum Glück traumhaft funktioniert!“ An Platz 5 übergab Markhof nach gut 2:32 Minuten nach den ersten 1000 Metern auf Haug, der sich zwischenzeitlich auf Platz 3 vorarbeiten konnte, aber bei der Übergabe auf den Schlussläufer Wörnle diesen Platz verlor. Somit kam es auf den letzten zweieinhalb Runden zu einen spannenden Kampf um die Medaillen, nachdem die ersten beiden Staffeln bereits einen komfortablen Vorsprung herausgelaufen hatten. Wörnle hatte am Ende die Nase vorn, wenn auch nur um 5 Hundertstel mit einer Endzeit von 7:37,59 Minuten. „Die zwei Minuten Warten auf die Auswertung des Zielfotos waren die längsten meines Lebens,“ meinte Markhof nach dem packenden Finale. Und auch Trainerin Isabelle Baumann war voll den Lobes: „Es war ein super gleichmäßiges und starkes Rennen aller Läufer mit ähnlichen Splits.“ Sie möchte die Staffel in der gleichen Besetzung bei den Aktiven in Ulm im August wieder einsetzen.

Über dieselbe Distanz, aber gespickt mit 35 Hindernissen und einigen Wassergräben und als Einzelläuferin am Start war am Sonntag auch Hanna Gröber.  Sie konnte die ersten 5 Runden in einem sehr stark besetzten Feld mitrollen und am Ende im Gegensatz zu ihren Konkurrentinnen das Tempo hoch halten, Platz um Platz gut machen und ebenfalls im Zielsprint noch eine Gegenerin hauchdünn schlagen. Mit dem 6. Platz in neuer persönlicher Bestzeit (10:44,37 Minuten) war die Langstrecklerin am Ende bei heißen Bedingungen sehr glücklich.

Nachtrag zur Sparkassen- Gala am 11. Juni in Regensburg

In einem fantastischen Lauf konnte Kristina Stern am Sonntag über 100 Meter die Norm für die U20- DM deutlich unterbieten und ihren Lauf zudem gewinnen. Dabei steigerte sie ihre persönliche Bestleistung um fast 20 Hundertstel auf 12,26 Sekunden nachdem sie bereits am Vorabend über die 200-Meter- Distanz eine neue PB gerannt war.