Geschrieben von Hanna Gröber

Das Wetter machte es den jungen Athletinnen nicht gerade leicht. Das ganze Wochenende waren hohe Temperaturen von teils 35 Grad angesagt und erst am Sonntag kühlte es leicht ab. Dennoch kämpften die jungen Leichtathleten in jedem Wettkampf bis zum Ende.

Am Freitag standen vor allem die Vorläufe der U18 auf dem Programm. Amelie Gutbrod stand in ihrem ersten U18- Jahr über 400m- Hürden am Start, einer der wohl härtesten Disziplinen. Sie schaffte einen soliden Auftritt in einer Zeit von 67,94 Sekunden, konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren. Auch für Yann Maleck war es die erste U18-DM: Er blieb nur knapp 1 Sekunde über seiner Bestzeit über die 400 Meter und rannte in 52,21 Sekunden ins Ziel. Das Finale war damit leider noch außer Reichweite.

Souverän qualifizierte sich Janina Ruf in ihrem zweiten U18-Jahr erneut für das Finale der 1500 Meter. Mit einer Bestzeit von 4:36,70 Minuten auf dieser Strecke angereist, und theoretisch auch für die 800 Meter qualifiziert, ist Ruf unter den besten 10 Läuferinnen auf dieser Distanz in ganz Deutschland. Dies bewies sie auch am Folgetag im Finale: Mit 4:44,55 Minuten wurde die junge Mittelstrecklerin sehr gute 7. in einem schwierigen Rennen, das von vielen Rhythmuswechseln geprägt war. Am Ende kämpfte Ruf noch um jeden Platz, aber war etwas enttäuscht vom Endergebnis.

 Auch die 4x100m- Staffel der LAV in der Weiblichen Jugend U18 erreichte eine neue Bestzeit und qualifizierte sich in den Vorläufen fürs Finale. Auch dort konnten sie ihre Schnelligkeit ausspielen und in einer tollen Zeit von 49,55 Sekunden erneut unter der 50s- Marke bleiben. In der Besetzung Sarah Beyer, Nele Mittag, Amelie Gutbrod und Sylvia Englberger erreichte die noch junge Sprintstaffel einen sehr guten 13. Gesamtplatz.

 Jannick Mayer hatte sich sowohl für den Speer-, als auch den Diskuswurf in der MJ U20 qualifiziert. Im Diskuswurf am Samstag kam er leider nicht an seine Bestleistung heran, wurde aber mit 42,55 Metern am Ende immer noch guter 10. Im Speerwurf am Folgetag lief es für ihn besser und der Speer blieb bei starken 59,54 Meter nicht einmal 2 Meter unter seiner Bestleistung stecken. Das reichte für einen hervorragenden 7. Rang.

 Eine starke neue Bestleistung lief am letzten Tag der DM Langstrecklerin Jule Vetter. Die noch dem jüngeren U20- Jahrgang angehörende Läuferin konnte mit einem klugen, mutigen Lauf über 3000 Meter ihre PB um 3 Sekunden auf sehr schnelle 10:06,38 Minuten steigern. Dies reichte am Ende zu Platz 10, da das Rennen insgesamt sehr knapp ausging und stark besetzt war, unter anderem mit 5 Zeiten unter der 10- Minuten Marke. Mit einer Bestleistung zum Saisonhöhepunkt konnte Vetter bei den schwierigen Wetterbedingungen sehr zufrieden sein.

 Im Rahmen der Jugendmeisterschaften findet auch jedes Jahr die DM der Langstaffeln statt. Die 3x1000 Meter Staffel der Männer konnte ein starkes Rennen zum Schluss der Wettkämpfe zeigen und in 7:22,97 Minuten ihre Meldeleistung um knapp 8 Sekunden verbessern. Dabei mussten sich die jungen Mittelstreckler mit vielen EM-Teilnehmern und Qualifikanten messen. In der Besetzung Michael Wörnle, Robert Baumann und Florian Kalb erreichte die LAV- Staffel Rang 9.

 „Insgesamt war die DM sehr zufriedenstellend, ohne große Ausreißer nach oben“, resümierte Trainerin Isabelle Baumann nach dem langen Wochenende. „Ich glaube es hat allen sehr viel Spaß gemacht, aber es ist gut das jetzt auch Schluss einer langen Saison ist.“