Geschrieben von Melanie Grimm, Fabian Vogt

Überragende Athletin des Wochenendes aus Tübinger Sicht war eindeutig Kaya Jauch, die nicht nur einen kompletten Medaillensatz mit nach Hause brachte, sondern auch noch zwei neue Kreisrekorde aufstellte und die wertvollsten Tübinger Leistungen erzielte. Kaya Jauch heißt die Tübinger Abräumerin des Wochenendes von Walldorf. Über die 80m Hürden, wo es Vorläufe, Zwischenläufe und das Finale zu absolvieren gab, zeigte Kaya wiederum ihre herausragende Technik in dieser Disziplin. Von Runde zu Runde steigerte sich Kaya deutlich. Im Finale dann folgte dann Ihre große Stunde. Mit einer Zeit von 11,54sec gewann Kaya nicht nur souverän mit einer Zehntel Vorsprung die Goldmedaille und den Süddeutschen Meistertitel in der Altersklasse W15, sondern stellte für den Kreis Tübingen auch einen neuen Kreisrekord auf. Wie hoch die Zeit einzuschätzen ist, zeigt ein Blick zurück. Denn im letzten Jahr hätte diese Zeit sogar für den Deutschen Titel gereicht. Auch am zweiten Tag war Kaya weiterhin sehr stark unterwegs. Gleich im Vorlauf über die 100m lief sie mit 12,47sec nicht nur zum Vorlaufsieg, sondern stellte auch hier einen neuen Kreisrekord auf. Im Zwischenlauf bestätigte Kaya die Vorlaufzeit nochmals und blieb wieder unter dem alten Kreisrekord. Dann zeigte sich im Finale wiederum ein Stärke Kayas. Wenn es darauf ankommt, kann sie einfach noch etwas drauf packen. So lief sie im Finale mit 12,31sec eine sehr starke Zeit, verbesserte Ihren erst zwei Stunden alten Kreisrekord aus dem Vorlauf überdeutlich und gewann damit obendrein die Bronzemedaille. Drei Läufe an einem Tag unter dem alten Kreisrekord sagt auch hier schon wieder alles.

Zum Abschluss des Wochenendes komplettierte Kaya dann ihren Medaillensatz. Zusammen mit Ihren Mannschaftskolleginnen Sara Poser, Sara Göhring und Pauline Sohn gewann Sie in der 4x100m-Staffel in einem engen Rennen die Silbermedaille. Am Ende der anstrengenden und extrem heißen zwei Tage von Walldorf liefen die vier Mädels mit 49,39sec die zweitschnellste Zeit der Saison und zeigten eine gute Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Wattenscheid. Logischerweise zufriedene Gesichter bei allen vier, vor allem da es auch für die beiden Saras sowie Pauline der bisher höchste Medaillengewinn ihrer Sportlerkarriere darstellte.

Bei der weiblichen U16 gab es neben den Medaillen weitere Bestleistungen zu vermelden. Über die 80m Hürden liefen Pauline Sohn und Sara Poser jeweils zu neuen Bestleistungen, wobei Sara mit Ihrer Zeit von 12,48sec den Zwischenlauf erreichte. Den Zwischenlauf erreichte Sara ebenso über die 100m. In dieser Disziplin zeigte Pauline Sohn ihre aktuell sehr gute Form in lief in 13,26sec zu einer neuen Bestzeit. In den Zwischenlauf über die 80m Hürden der Altersklasse W14 kam Lotta Mage. Sie hatte ihre beste Leistung des Wochenendes über die 800m. Hier erreichte sie eine Top-8-Platzierung und wurde Fünfte.

Auch die männlichen U16-Athleten zeigten sich stark. Allen voran Luca Haug, der insgesamt dreimal unter den ersten Acht zu finden war, wobei über die 80m Hürden mit neuer persönlicher Bestleistung sogar die nächste Medaille für die LAV heraussprang, nämlich die Bronzene. Er verbesserte seine Bestleistung nicht nur um fast eine halbe Sekunde, sondern erzielte damit sicherlich auch seine wertvollste Leistung des Tages. In der Kugel wurde Luca sechster, über die 100m in neuer Bestleistung fünfter. Der nächste LAV-Athlet mit Bestleistung und zwei Endkampfplatzierungen war Leon Groh. Im Weitsprung sprang er als vierter nur knapp am Podest vorbei, zeigte jedoch eine gute Weite. Im Kugelstoßen sowie über die 80m Hürden gab es für Leon dann zwei neue persönliche Bestleistungen, was ihn über die Hürden ebenfalls eine Top-8-Platzierung einbrachte.
Zu den vier Medaillen der Mehrkampfgruppe steuerte Ben Schlichter aus der Läufergruppe eine weitere Medaille zum Gesamtergebnis der LAV bei. Er blieb über die 3000m bei heißem Wetter nur  etwas hinter seiner Bestzeit zurück und lief mit beeidruckender Leistung souverän in 9:49,56 min. zur Silbermedaille. Nach viel Führungsarbeit in der ersten Rennhälfte musste er in der letzten Runde nur den Sindelfinger Kurt Lauer ziehen lassen. Eine weitere Top-8-Platzierung gab es durch Fynn Meyer zu Schwabedissen, der über 3000m etwas mehr mit der Hitze zu kämpfen hatte und in 10:47,71min. sechster wurde. Ebenfalls eine sehr gute Platzierung erreichte Nick Thumm im Speerwurf der M14. Nick wurde fünfter und erzielte mit 41,15 nicht nur eine neue persönliche Bestleistung, sondern übertraf auch zum ersten Mal die 40m-Marke.