Geschrieben von Hanna Gröber

Die Überaschung des Tages war sicherlich der Gesamtsieg des Frauenteams, angeführt von Anais Sabrié. "Ich habe das Rennen wirklich genossen und sehr viel Spaß gehabt", meinte Langstrecklerin sehr zufrieden nach ihrem Wettkampf. Die Tübinger Medizinstudentin, die sich in der Endphase der Vorbereitungen für ihr Staatsexamen im März befinden, hatte allen Grund zur Freude. Mit einem souveränen Rennen auf der knapp 5 km langen Strecke musste die Läuferin lediglich Laufass Elena Burkard ziehen lassen und hatte mit einer Endzeit von 17:36,1 Minuten gut eine halbe Minute Vorsprung auf die Drittplatzierte. Nur knapp dahinter folgte auf Rang 4 in 18:28,8 Minuten Katja Fischer, die erst vor einiger Zeit vom Mehrkampf auf die Laufdisziplinen umgestiegen ist. Durch eine souveräne Leistung von Viktoria Mancho auf Platz 17 (21:58,5 Minuten) konnte das Damenteam damit mit lediglich 24 Punkten den Gesamtsieg in der Teamwertung holen, 6 Plätze vor dem RunningTeam Ortenau. "Ich konnte meine Form nach einigem Auf- und Ab der letzten Wochen gar nicht so einschätzen. Ich habe mich aber dann richtig gut gefühlt und wollte für die Mannschaft richtig kämpfen", analysierte Sabrié ihren Lauf danach. 

Auch das Männerteam konnte auf der Langstrecke mit durchweg soliden Leistungen eine starke Silbermedaille erkämpfen. Lorenz Baum lief die über 9km lange Strecke in 30:24,4 Minuten trotz seines Doppelstarts auf der Mittelstrecke wenige Stunden zuvor und führte mit seinem 7. Platz das Team an. Kurz dahinter folge Peter Obenauer als 11. und Silvan Rauscher als 17. und konnten damit dem Team mit insgesamt 35 Punkten auf das Treppchen verhelfen. Marc Wörner sicherte als 22. die Mannschaft nach hinten ab. Baum bekannte danach: "Die Strecke war eher etwas für Bergläufer, also bin ich für die schwierigen Bedingungen zufrieden. Ab Runde 3 habe ich dann aber doch die Vorbelastung vom Rennen über die Mittelstrecke gespürt! Bei den Deutschen Meisterschaften im Cross in 4 Wochen hoffen wir, mit dem Team erneut eine Medaille holen zu können!"

Als Einzelkämpferin, und trotzdem sehr stark unterwegs, war auch Janina Ruf. Die Mittelstrecklerin musste lediglich Julia Gralki am Ende ziehen lassen und bewältigte das Rennen der Weiblichen Jugend U20 in 10:35,3 Minuten nur gut 10 Sekunden hinter der Siegerin. Damit holte sie sich lediglich eine Woche nach den Baden-Württembergischen Hallenmeisterschaften erneut die Silbermedaille. "Die Strecke war super hügelig und daher echt hart für mich", meinte Ruf am Ende.

Mit den meisten Läufern am Start war die LAV Tübingen auf der Mittelstrecke der Männer. Lorenz Baum kam hier ebenfalls als erster Tübinger ins Ziel und sicherte Rang 5 für das Team in 11:50,7 Minuten. Jan Hoffmann und Max Roth folgen als 22. und 23. Läufer in 13:25 Minuten bzw. 13:45 Minuten und komplettierten damit die Teamwertung. Mit der Mannschaft wurden die Männer gute 5. mit insgesamt 50 Punkten. Das zweite Männerteam belegte in der Besetzung Julius Ulrich, Philipp Henßler und Rasmus Müller mit 84 Punkten Rang 8. Trainerin Isabelle Baumann zeigte sich somit mit dem Abschneiden der Athleten sehr zufrieden.

Auch Tom Rinderknecht und Marius Knisel bewiesen ihre Crossstärke: Beide standen in der MJ U18 am Start und mussten sich starker Konkurrenz stellen. Tom Rinderknecht wurde in schnellen 13:09 Minuten Sechster, Knisel lief in 14:47,7 Minuten als 19. noch unter die Top 20.

Bei der langen Hürdennacht in Sindelfingen lief Sara Poser außerdem eine neue Bestleistung über 60m Hürden in der WJ U18. Die Schülerin rannte in starken 9,3 Sekunden ins Ziel. Im Kugelstoß kam sie mit 10,95 Metern ebenfalls nah an ihre Bestleistung heran, was bereits für eine vielversprechende Form spricht.