Geschrieben von Jule Vetter

Am vergangenen Wochenende konnten sich Lotta Mage, Leon Groh, Luca Haug und Tyrone Wild bei den Württembergische Hallenmeisterschaften der U16 in Ulm mit landesweiter Konkurrenz messen. In 5 Disziplinen holten die Athleten insgesamt acht Medaillen, wovon fünf von Leon Groh errungen wurden.

Leon Groh und Luca Haug gingen beide in insgesamt fünf Disziplinen an den Start. Für beide Athleten begann es mit dem Weitsprung.

Leon Groh stieg mit einem 2. Platz und 6,11 m in den Wettkampftag ein. Weiter ging es mit dem ersten Zeitvorlauf über 60 m Hürden, welchen er in einer Zeit von 8,56 s gewann. Damit qualifizierte sich der Schüler souverän fürs Finale, welches er in 8,46  s ebenfalls für sich entschied. Obwohl beide Läufe sich mit dem Stabhochsprung überschnitten, an dem Leon ebenfalls teilnahm, konnte er seine verbesserte Hürdentechnik nutzen und alle Konkurrenten hinter sich lassen. Doch nicht nur über die Hürden lief es gut bei dem Schüler. Auch beim Stabhochsprung konnte er seine Bestleistung trotz der vielen erforderlichen Schuhwechsel nach oben schrauben. Er sprang zum ersten Mal in seiner Karriere über 3 m und stellte damit seine bisherige Bestleistung von 2,90 m deutlich ein. Diese Höhe bedeutete die Bronzemedaille und damit bereits die zweite Podestplatzierung an diesem Tag. Die dritte folgte im Kugelstoßen. Dort stieß er die 4 kg Kugel auf 13,27 m und übertraf damit seine alte Bestleistung um mehr als einen Meter. Mit dieser Leistung musste er sich nur seinem Vereinskollegen Luca Haug geschlagen geben und belegte den 2. Platz. Über die 60 m nahm Leon eine Favoritenrolle ein, der er auch mehr als gerecht wurde. Sowohl im Vorlauf als auch im Endlauf ließ Leon alle anderen Läufer hinter sich und holte sich so die Goldmedaille. In der Bilanz erzielte Leon also zwei Gold-, zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille.

Luca Haug konnte im Weitsprung seine Bestleistung im fünften Versuch um 4 cm auf 5,82 m steigern und erreichte damit den vierten Platz. Die 60 m Hürden lief er im Vorlauf (8.61 s) und Finale (8,53 s) zweimal schneller als je zuvor. Seine bisherige Bestleistung lag bei 9,40 s. Mit dieser großen Verbesserung sprintete Luca auf den dritten Platz. Allerdings überschnitten sich auch hier die Hürdenläufe mit dem Stabhochsprung-Wettbewerb. Dort konnte er seine Trainingsleistungen nicht abrufen und blieb mit übersprungenen 3,00 m hinter seinen eigenen Erwartungen und den seiner Training zurück. Dennoch reichte es ihm hinter Leon Groh auf den vierten Platz. Diese kleine Enttäuschung für den Athleten konnte er aber mit einem ersten Platz im Kugelstoßen wettmachen. Hier wurde Luca seiner Favoritenrolle gerecht und stieß die 4 kg Kugel auf genau 15 m. Damit gewann er den Wettbewerb mit über 1,5 m Vorsprung vor Leon Groh und fünfzehn weiteren Athleten. In seinem Vorlauf über 60 m qualifizierte sich der Schüler als Zweiter für das Finale, in welchem er in einer Zeit von 7,57 s auf den dritten Platz lief. Nach diesem anstrengenden Tag konnte Luca die Wettkampfstätte also mit zwei Bronzemedaillen und einer goldenen verlassen.

„Das war ein wirklich hartes Programm für die beiden Jungs. Insgesamt fünf Disziplinen, die viel Kraft gekostet haben, zumal sich der Zeitplan so ungünstig überschnitten hat. Dafür sind die Resultate extrem stark. Sie haben wirklich das Beste aus der Situation gemacht und konnten zeigen, dass sie ein sehr hohes Niveau haben“, lautete die Bilanz von Trainerin Melanie Grimm, die zusammen mit Fabian Vogt die Athleten betreut und coacht. 

Ebenfalls am Start war der 15-jährige Neuzugang Tyrone Wild. Er war der dritte Tübinger im 60 m Finale, in welchem er in 7,73 s einen fünften Platz belegte. 

Nach auskurierter Krankheit konnte auch Lotta Mage wieder einen Wettkampf bestreiten. Offenbar hat ihr die ungeplante Trainingsunterbrechung nicht geschadet, denn bereits im Vorlauf über 60 m Hürden verbesserte sie ihre vorherige Bestleistung von 10,05 s auf 9,72 s. Für das A-Finale reichte es damit ganz knapp nicht. Dafür konnte Lotta mit einer erneuten Steigerung das B-Finale in 9,58 s für sich entscheiden. Eine weitere Bestleistung stellte die Schülerin auch im Kugelstoßen auf. Zum ersten Mal flog die Kugel über die 11 m Marke auf 11,32 m. Das bedeutete eine Verbesserung der persönlichen Bestmarke um 80 cm.  Der Start zum Vorlauf in ihrer dritten Disziplin, den 60 m, gelang erst im vierten Anlauf. Hier kam Lotta nicht so schnell wie gewünscht aus dem Startblock und lief nach 8,83 s durch das Ziel, was nicht für den Einzug in das A- oder B-Finale reichte. Trainerin Melanie Grimm zeigte sich in Anbetracht der vorausgegangenen Krankheit sehr zufrieden mit Lottas Leistungen: „Vor allem die 60 m Hürden Zeit lässt auf mehr hoffen, zumal Lotta eigentlich die Halle nicht so mag. Wir sind gespannt, was die Saison bringen wird.“

Nächste Woche geht es für Leon und Luca mit einem 7-Kampf und für Lotta mit einem 5-Kampf bei den Württembergischen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Ulm erneut um die Medaillen.