Geschrieben von Hanna Gröber

Es war bisher leider nicht so ganz ihre Saison, auch bedingt durch den Abistress ihres letzten Gymnasialjahres. Somit war das erklärte Ziel für Mittelstreckenläuferin Janina Ruf eine Finalteilnahme über 1500m der WJ U20. Dafür qualifizierte sie sich bereits gestern und konnte am Sonntag nochmal ein solides Rennen zeigen, auch wenn sie sich bereits müde von der Vorbelastung am Samstag fühlte. Sie lief in einer Zeit von 4:45,29 Minuten auf den 9. Platz. "Meine Saison war leider nicht so toll", meinte Ruf im Anschluss und erklärte zu ihren Plänen im nächsten Jahr: "Ich mache jetzt erst Mal ein FSJ und dann schaue ich weiter."

Deutlich besser ist dieses Jahr bisher für die Langstrecklerin Jule Vetter gelaufen: Sie hatte zwar viel Pech mit den Wetterbedingungen bei ihren Rennen über 3000m, erreichte dafür aber tolle Bestzeiten über 5000m, 10km und im Halbmarathon. In Ulm kämpfte sie bis zum Schluss und wurde mit einem starken 7. Platz belohnt, obwohl sie lediglich an 10. Stelle der Meldeliste stand. In 10:07,37 Minuten lief sie zwar um ein paar Sekunden an ihrer Bestzeit vorbei, musste aber zu Beginn selbst in den ersten beiden Runden an der Spitze des Feldes für ein höheres Tempo sorgen. Ganz zufrieden war Vetter zwar nicht, da sie aber den ganzen Morgen bereits von Magenkrämpfen und Grippe- Symptomen geplagt wurde, fühlte sie sich natürlich auch nicht komplett leistungsfähig. Sie hofft, am kommenden Wochenende bei der DM in Berlin als Saisonabschluss über 5000m an den Start gehen zu dürfen.

Die 3x1000m Staffel der Männer in der Besetzung Michael Wörnle, Robert Baumann und Florian Kalb zeigte ebenfalls eine kämpferische Leistung und lief vom 11. Meldeplatz in die Top10 in Deutschland vor. Michi Wörnle sorgte für einen guten ersten Kilometer, wurde jedoch hinter 3 Läufern etwas eingeklemmt. Robert Baumann konnte zwar einige Plätze gut machen, sodass die Staffel zeitweise an 5. Stelle lag, doch Schlussläufer Florian Kalb fehlten am Ende bei windigen Bedingungen ein wenig die Kräfte. Dennoch zeigte sich das Team mit einem 8. Gesamtplatz und einer starken Zeit von 7:27,85 Minuten sehr zufrieden. "Ich denke wir haben uns deutlich besser geschlagen als letztes Jahr", meinte Baumann zur Teamleistung, "es war ein schönes Rennen! Das gibt mir jetzt auch Selbstbewusstsein, bevor ich am nächsten Wochenende zu den Deutschen Meisterschaften nach Berlin reise!"