Geschrieben von Jule Vetter

Seit 2016 veranstaltet der Deutsche Leichtathletik Verband die DM-Jugendcamps während den Deutschen Meisterschaften. Die Teilnahme erfolgt entweder per Gruppenanmeldung oder durch die Nominierung des Landesverbandes. Zu der diesjährigen Deutschen Meisterschaft in Berlin wurde die Tübinger Athletin Kaya Jauch vom württembergischen Leichtathletikverband für einen der vier zu vergebenden Teilnehmerplätze im Camp vorgeschlagen.

Von Donnerstag bis Freitag durfte die Sportlerin in die Hauptstadt reisen, die Wettkämpfe im Olympiastadion besuchen und viele weitere Programmpunkte genießen. Vor dem ersten Startschuss am Samstagvormittag standen Workshops, gemeinsames Training und Spiele sowie auch Freizeit in der Großstadt auf dem Tagesprogramm. „Es waren viele nette Leute dort. Ich habe echt coole Sachen erlebt und tolle Bekanntschaften gemacht“, fasste die Schülerin die Stimmung innerhalb der Gruppe während der Tage zusammen.

Das Beste sei aber mit Abstand das Olympiastadion gewesen, resümierte die Tübingerin weiter. Am Samstag und Sonntag saßen alle Teilnehmer mit ihren auffällig roten T-Shirts in der Kurve beim Marathontor und feuerten tatkräftig die teilnehmenden Athleten an. Damit waren sie bei weitem nicht alleine. 60.550 Zuschauer fanden an den beiden Tagen ihren Weg aufs Olympiagelände. Diese große Anzahl überraschte nicht nur Kaya: „Die Stimmung war einfach super und die Kulisse wirklich beeindruckend. Natürlich war es auch klasse die Athleten aus dem eigenen Verein anzufeuern.“

So war die junge Athletin live dabei, als Konstanze Klosterhalfen einem fabulösen neuen Deutschen Rekord über die 5000m entgegenstürmte, eine Laola-Welle nach dem Sieg von Gesa Krause über die 3000m Hindernis durchs Stadion rollte und das ganze Stadion Malaika Mihabo zu ihren 7,17m klatschte.

Bereits zuvor hatte Kaya nur Gutes über das DLV-Camp gehört. Diese positiven Erfahrungen konnte sie nun selber sammeln und fand zum Abschluss ebenfalls lobende Worte: „Die Veranstalter hatten alles top im Griff und alles hat gut geklappt. Die Stimmung in der Gruppe war gut. Die Stimmung im Stadion war gut. Es hat einfach Spaß gemacht.“