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Vergangene Woche erhielt Timo Göhler ein dickes Packet. Als er es öffnete, kamen Nationalmannschafts-Trikot, -Hosen, -Strümpfe, -Regenjacken und viele weitere schwarz-rot-goldene Kleidungsstücke zum Vorschein. „Auf den Moment hatte ich mich schon lange gefreut", sagt Göhler. Für ihn ist es die erste Teilnahme an einer Europameisterschaft. Eine Platzierung in der vorderen Hälfte des U-20-Feldes wäre daher schon ein Erfolg. „Einfach mal mitlaufen und Erfahrung sammeln", lautet seine Strategie für seinen sechs Kilometer langen Lauf.

Für Mira Glocker rechnet sich LAV-Trainer Ulrich Böckle, der zusammen mit Göhlers Heimtrainer Helmut Werz am Sonntag nach Brüssel reist, schon etwas mehr aus. Glocker geht bereits zum dritten Mal in Folge an die Startlinie des Nachwuchsrennens. Vor zwei Jahren wurde sie 31., vergangenes Jahr belegte sie schon Rang 18. Jetzt könnte Glocker vor allem in der Mannschaftswertung noch weiter vorne landen. Vorausgesetzt, sie beendet ihren Vier-Kilometer-Lauf  als eine der vier besten Deutschen.

Damit dies auch klappt, haben die LAV-Trainer in den vergangenen Wochen im Training die sportliche Basis gelegt. Und damit sich die Athleten im Tübinger Schneetreiben nicht noch kurzfristig erkälten, hat der Deutsche-Leichtathletik-Verband vorgesorgt. In den Kleiderpaketen für Göhler und Glocker befand sich auch eine Winter-Daunenjacke.
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